Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Lungenkraut, Echtes (Pulmonaria officinalis)

Als reizmilderndes und auswurfförderndes Mittel findet das Lungenkraut bei Verschleimung der Atmungsorgane Verwendung. Auch bei Erkrankungen der Harnorgane und bei Hämorrhoiden hat es sich nützlich erwiesen. Äusserlich gebraucht man die Drogen bei der Heilung von Wunden, Pickeln u.ä. Aus den jungen Grundblättern wird ein Salat bereitet.

 

 

Hildegard von Bingen nannte die Pflanze Lungwurtz. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jh. wird die Droge bei Erkrankungen der Brust und der Lunge empfohlen. Der Gattungsname Pulmonaria leitet sich vom lateinischen pulmo, -onis (Lunge), bezogen auf die weißen Flecken auf den Blättern, die das Aussehen einer gefleckten Lunge besitzen und bei Erkrankungen der Lunge genutzt wurden. In den Schriften der Ärzte der Antike findet das Lungenkraut keine Erwähnung. Paracelsus berichtet über eine "Pulmonaria", womit jedoch auch die Lungenflechte Sticta pulmonaria gemeint sein könnte.

Die Verfärbnug der Blüten von Rot (jung) nach Blau (älter) geschieht dadurch, daß der Zellsaft zuerst sauer ist und damit die rote Färbung hervorruft. Im Laufe der Zeit wird der Zellsaft alkalisch und die Blüten färben sich blau.

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