Basilikum (Ocimum basilicum L.)
Verwendet werden hauptsächlich die Blätter; oft wird das ganze Kraut geerntet und geschnitten verwendet; die beste Erntezeit ist kurz vor der Blüte. Basilikumblätter sollten, wenn immer möglich, frisch verwendet werden, da sie getrocknet im Lauf weniger Wochen alles Aroma verlieren.
Frische Basilikumblätter haben ein starkes und charakteristisches, sehr angenehmes Aroma, das sich mit keinem anderen Gewürz vergleichen läßt; allerdings schwingt ein Hauch von Gewürznelken mit.
Daneben gibt es eine unübersehbare Anzahl weiterer Sorten oder Arten mit abweichendem Geruch; viele davon sind Hybride. So gibt es in Indien das intensiv, aber etwas strenger riechende Heilige Basilikum (O. sanctum = O. tenuiflorum), weiters das Thai-Basilikum mit einem süßen Anisgeruch und (siehe auch Süßdolde) Sorten mit aussagekräftigen Namen wie Zimtbasilikum, Kampferbasilikum, Anisbasilikum und das "mexicanische Gewürzbasilikum"; letzteres hat einen ausgesprochen komplexen, warmen Geruch mit einer wunderbar süßen, eher zimt- als anisartigen Note.
Es gibt auch eine Anzahl von zitronenduftenden Sorten, wie z.B. das melissenähnlich riechende thailändische Zitronenbasilikum (O. citriodorum), das Limettenbasilikum oder die besonders wohlriechende Art O. americanum (Zitronenbasilikum). Siehe auch Zitronenmyrte über weitere zitronenduftende Pflanzen.
In neuerer Zeit werden vermehrt mehrjährige afrikanische (Ocimum kilimandscharicum) und asiatische (Ocimum canum) Basilikum-Arten am europäischen Kräutermarkt angeboten. Diese Pflanzen riechen sehr stark, aber strenger, herber und weniger angenehm als der Mittelmeertyp. Hybriden zwischen diesen Sorten und Mittelmeerbasilikum mit neuartigem Aroma und exotischem Aussehen sind eine ziemlich neue Entwicklung und erfreuen sich steigender Beliebtheit.
Merkwürdigerweise wird das in den Mittelmeerlälndern gezogene Basilikum im Englischen oft als sweet basil bezeichnet, obwohl dieser Name für das thailändische Basilikum treffender wäre.
