Wespen- oder Zebraspinne (Argiope bruennichi)
Die Wespenspinne gehört in die Familie der Araneidae (Radnetzspinnen) und ist somit nahe verwandt mit der Kreuzspinne. Die meisten Spinnen in unserer Umgebung haben keine auffallenden Farben. Eine Ausnahme ist die Zebraspinne, die so farbintensiv wie Bienen und Wespen sind. In ihrem Aussehen ist diese Art mit keiner anderen heimischen Spinnenart zu verwechseln. Zwischen den Blättern unserer Blumen haben wir diese Spinne entdeckt. Die Spinne sitzt mit dem Kopf nach unten im Netz, schön zu sehen die feinen Fäden des Netzes. Das Radnetz hat in der Mitte noch oben und unten verlaufende Strukturen. Die die Spinne kann dieses Netz in etwa 10 Minuten herstellen.
Die Wespenspinne dient als Anzeiger für eine langsame klimatische Veränderung. Hat man sie vor 50 Jahren nur im Mittelmeerraum und ansonsten nördlich der Alpen nur in klimatisch begünstigten Bereichen gefunden, werden die Tiere heute bereits aus Norddeutschland und den angrenzenden Ländern gemeldet. Fast überall in entsprechenden Wiesen findet man die Art inzwischen, teilweise sogar häufig.
Diese schön gelbgestreifte, auffallende Radnetzspinne ist bei uns zwischen hohen trockenen Grashalmen zu beobachten, wo sie ihre großen Netze spinnt. Hier lauert sie von Juli bis September auf Beute, die sich in ihrem Netz verfängt. Am häufigsten fallen dieser Spinne Fliegen, Mücken, mitunter auch Wespen zum Opfer. Es handelt sich hierbei aber um eine sehr friedliche, beißunlustige Art. Das Gift hat beim Menschen keine Wirkung. Lediglich der Biss selbst - falls er die Haut durchdringt - ist schmerzhaft und mit einem Bienenstich vergleichbar.
Das Weibchen ist viel größer als das Männchen. Sein Körper wird bis zu 15 mm lang, doch lassen es seine langen Beine noch größer erscheinen und es kann durchaus respekteinflößend sein. Die Zeichnung, die sehr an die Farben der Wespen erinnert, verstärkt diesen Eindruck noch. Das Männchen ist nur 4 bis 6 mm lang und eher unscheinbar. Es wird meist nach der Paarung vom Weibchen gefressen.




