Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)
Was selbst Vögel in die Flucht schlagen kann, ist ein genialer anatomischer Trick: Bei Gefahr werden Kopf und Brust in die ersten beiden Hinterleibssegmente eingezogen, die dadurch enorm an Umfang gewinnen. Zudem besitzen sie an den Seiten weißumrandete Augenflecken, die zur Kontraststeigerung von einem schwarzen Feld umgeben sind. Durch die Aufplusterung bizarr vergrößert, wirken sie für viele Fressfeinde derart bedrohlich, dass ihnen der Appetit auf einen Raupenhappen schnell vergeht. Das etwa 3 mm lange schwarze Horn am Hinterleibsende ist ein weiteres Merkmal.
Die Raupen werden ca. 80 Millimeter lang. In jüngeren Stadien sind die Raupen grün, in späteren Stadien wechseln sie ihre Farbe zu Braun bis sie kurz vor der Verpuppung braunschwarz sind. Der kleine, eher unauffällige Kopf wird bei Gefahr gemeinsam mit den Thoraxsegmenten in das erste und zweite Hinterleibssegment eingezogen. Diese sind verdickt und haben auf jeder Seite zwei deutlich hervortretende Augenflecken, welche das Tier bedrohlich erscheinen lassen (Mimikry). Diese sind im Gegensatz zu den sehr ähnlichen Raupen des Kleinen Weinschwärmers an der einen Seite schwarz und an der anderen hell gefärbt.
Bei Beunruhigung ahmt die Raupe die Bewegungen einer Schlange nach, indem sie ihr Vorderteil mit den Augenflecken nach links und rechts wendet.

