Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Nicht zu übersehen der gigantische Rüssel, der bis zur Blüte der Wunderblume reicht! Das Foto entstand am 18. Juli 2003.

Windenschwärmer (Agrius convolvuli L.)

Flitterwochen in den Tropen - davon träumen viele. So ist der Windenschwärmer eigentlich in den feucht-heißen Gebieten der Alten Welt zuhause. Von Afrika über Indien und China bis hin nach Neuseeland fressen seine Raupen an Prachtwinde und Süßkartoffel. Aber immer wieder zieht es einzelne Abenteurer in den Norden. Bei uns ist er, je nach Witterung, ab Mai zu finden.

Auf diesem am 27. Juli 2003 entstandenen Foto ist - trotz kleiner Unschärfe - schön die Körperzeichnung zu sehen.

In jährlich wechselnder Häufigkeit fliegt er sogar über die Alpen bis nach Nordeuropa. Sogar nach Island sollen einige von ihnen gelangt sein. Der flugtüchtige Wanderfalter kann in allen Bereichen des Offenlandes beobachtet werden. Zu seinen Lebensbereichen gehören Ackerfluren, Weinberge und Halbtrockenrasen, sowie die Wuchsorte der Ackerwinde, von denen sich in den Tropen die Raupen ernähren.

Oft gesichtet wurde der Falter an Hauswänden und Mauern, wo er den Tag verschläft. Der Windenschwärmer ist ein nachtaktiver Falter und sucht in der Abenddämmerung im Schwirrflug gerne nektarreiche, nachts duftende Pflanzen wie Geißblatt, Nachtkerzen, Seifenkraut, Ziertabak etc auf, an denen er saugt.

Sein bis zu 13 Zentimeter langer Rüssel erlaubt es ihm, auch in tiefen Kelchen an den süßen Stoff zu gelangen. Davon braucht er eine ganze Menge, denn der Windenschwärmer ist ein äußerst flugaktiver Falter. Und Fliegen kostet Energie.

Dieses Exemplar hat sich offensichtlich geirrt und einen falschen Ruheplatz ausgesucht.

Meist sitzt der Falter tagsüber mit geschlossenen Flügeln gut getarnt da, so dass man den schön gefärbten Körper nicht sieht.

 

Der Falter kann am ehesten mit dem Ligusterschwärmer verwechselt werden, dieser ist aber im Kopfbereich fast schwarz.

 

 

 

 

 

Alle Fotos © Gerhard Obermayr

Die Puppe des Windenschwärmers.

 

An der Puppe ist besonders die außerhalb angelegte, sehr deutliche Rüsselscheide bemerkenswert.

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